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Hauptversammlung KFV und KJF 2025 in Schluchsee

 
Am 15. März 2025 fand die jährliche Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Breisgau-Hochschwarzwald in Schluchsee statt.

Neben den rund 250 anwesenden Vertretern der Feuerwehren aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und den Vertretern aus den Reihen der Jugendfeuerwehren waren auch einige Ehrengäste zugegen. Unter ihnen war Herr Landrat Dr. Ante sowie dessen Vorgängerin und unser Ehrenmitglied Frau Dorothea Störr-Ritter. Vom Fachbereich Brand- und Bevölkerungsschutz war Kreisbrandmeister Mike Hengstler sowie einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor Ort. Auch der ehemalige Kreisbrandmeister Alexander Widmaier war in Schluchsee anwesend, sowie der Stadtdirektor und Kommandant der Feuerwehr Freiburg, Ralf-Jörg Holoch. Vom Landesfeuerwehrverband war Robin Förster in seiner Funktion als stellvertretender Landesverbandsvorsitzender anwesend. Vom Regierungspräsidium war der Bezirksbrandmeister Christoph Glaisner vor Ort sowie zahlreiche weitere Ehrengäste, Ehrenmitglieder sowie Vertreter des THW.

Aus der Politik war von den Mitgliedern des Land- und Bundestages leider kein Vertreter anwesend, da diese im Rahmen von Sondierungsgesprächen auf Bundesebene sowie bei Kandidatenwahlen für die anstehende Landtagswahl gebunden waren.

Wie üblich fand unmittelbar vor der Veranstaltung wieder einer Fachausstellung mit Unternehmen aus dem Bereich der Feuerwehrausstatter, Fahrzeugbau und Dienstleister statt. In diesem Jahr beteiligten sich:
  • Wilhelm Barth GmbH & Co. KG
  • Bittiger GmbH
  • Fireliner GmbH
  • KTF Selectric GmbH
  • Mercedes Benz Kestenholz GmbH
  • MissionBuddies
  • Christliche Feuerwehrvereinigung e.V.
  • Notfallseelsorgeeinheit Hochschwarzwald
Aus dem Landkreis wurden folgende Fahrzeuge ausgestellt:
  • Abrollbehälter Gefahrgut (Müllheim)
  • Abrollbehälter Sonderlöschmittel (Heitersheim)
  • Abrollbehälter Teleskoplader (füba)
  • Drohnengruppe West (Sulzburg)
  • Hochwasser-Evakuierungsboote (füba)
  • TLF 4000 (March)
  • TSF-W (Schluchsee)
Wir bedanken uns bei allen Ausstellern sowie den Feuerwehren und den jeweiligen Kameraden, die sich an der Ausstellung beteiligt und die Zeit investiert haben.

Ansprache des Bürgermeisters Jürgen Kaiser

Jürgen Kaiser (Bürgermeister Schluchsee)Der erst kürzlich mit einem sehr guten Ergebnis wiedergewählte Bürgermeister der Gemeinde Schluchsee, Jürgen Kaiser, ging in seiner Ansprache auf die Eckdaten der Gemeinde in den Bereichen Bevölkerung, Fremdenverkehr, Wirtschaft und Bevölkerungsschutz ein. Der Schluchsee, der ein bedeutender Faktor für die Gemeinde Schluchsee ist, ist ein Speichersee der Schluchseewerk AG, der zur Stromerzeugung für Spitzenlasten im Stromnetz genutzt wird.

Schluchsee verfügt mit 3.800 Gästebetten bei seinen 2.600 Einwohnern in der Saison über mehr Urlaubsgäste als Einwohner vor Ort sind. Dies zeigt auch eindrucksvoll den Stellenwert, den der Tourismus für die Gemeinde im Hochschwarzwald hat und damit nicht zuletzt auch den Stellenwert, den die Gemeinde dem Bevölkerungsschutz, hier hin Form der örtlichen Feuerwehr, beimisst.

Die Breitbandanbindung läuft bereits im vierten Jahr. Mit 11 Mio. Euro Gesamtvolumen eines der größten Projekte in der Gemeinde. Die Schluchseehalle, in der die Versammlung durchgeführt wurde, war kürzlich einer Generalsanierung unterzogen worden. Das Investitionsvolumen lag bei 4,5 Mio. Euro.

Für die Themen Notfalltreffpunkte und Notfallversorgung wurde die Feuerwehr und die Schluchseehalle, die direkt nebeneinander liegen, mit einem 220 kVA-Stromaggregat ausgestattet.

Die Feuerwehr Schluchsee gliedert sich in die vier Abteilungen Blasiwald, Faulenfürst, Schluchsee und Schönenbach. Neben der Einsatzabteilung besteht eine Jugendfeuerwehr und eine Altersabteilung. Insgesamt bewältigt die Feuerwehr ca. 70 Einsätze pro Jahr.

Bericht des Vorsitzenden (Christoph Zachow)

Bericht des Vorsitzenden (Christoph Zachow)
Christoph Zachow (Verbandsvorsitzender)Der Kreisfeuerwehrverband besteht zum einen aus dem Vorstand mit dem Vorsitzenden und den fünf Stellvertretern
  • Martin Engler für den Bereich südlicher Breisgau
  • Patrick Gutmann für den Bereich Kaiserstuhl
  • Jens Lapp für den Bereich Dreisamtal
  • Marco Morath für den Bereich Hochschwarzwald und
  • Michael Stöcklin für den Bereich Markgräflerland
sowie Geschäftsführer Markus Straub.

Der KFV hat sich 2024 zu mehreren Vorstandssitzungen getroffen und an über 50 Hauptversammlungen und sonstigen Veranstaltungen der Feuerwehren im Landkreis teilgenommen. Hierbei konnten 71 Kameradinnen und Kameraden mit Ehrungen des Kreis-, Landes- oder des Deutschen Feuerwehrverbandes geehrt werden.

Des Weiteren besteht der KFV aus dem Verbandsausschuss mit 19 gewählten Vertretern aus den fünf Unterstützungsbereichen, den Vorstandsmitgliedern, den Fachbereichsleitern, dem Kreisbrandmeister und dem Vertreter der Bürgermeister. Der Verbandsausschuss hat sich 2024 ausnahmsweise nur zu einer Sitzung getroffen.

Im Vorstand und im Ausschuss hat sich der KFV u. a. mit dem finalen Entwurf der nun zum 1. Januar 2025 in Kraft getretenen neuen Verwaltungsvorschrift (VwV) Z-Feu (Zuwendungen Feuerwehrwesen) befasst und auch Stellungnahmen hierzu an den Landesfeuerwehrverband abgegeben. Hierbei waren wir einer von nur vier Kreis- bzw. Stadtfeuerwehrverbänden landesweit, die zum finalen Entwurf eine Stellungnahme abgegeben haben.

Insgesamt ist die neue VwV Z-Feu positiv zu bewerten, insbesondere die erhöhten Zuwendungsbeträge. Das war mehr wie überfällig!
Kritisiert haben wir in unserer Stellungnahme allerdings, dass in der neuen Z-Feu die Erweiterung von Feuerwehrhäusern, ohne dass zusätzliche Stellplätze geschaffen werden, nicht mehr gefördert wird. Dies, obwohl bei etlichen Gerätehäusern An- und Umbaubedarf besteht, um die heutigen Anforderungen an
  • Schwarz-/Weiß-Trennung
  • Hygiene
  • zeitgemäßen Werkstätten
  • getrennte Umkleiden für Männer und Frauen
  • Umkleiden und Räume für die Jugendfeuerwehr
  • etc.
zu erfüllen. In vielen Fällen kann dieser Raumbedarf auch durch Anbauten realisiert werden, ohne dass Bedarf an zusätzlichen Fahrzeugstellplätzen oder gar für einen kompletten Neubau besteht. Der Landesfeuerwehrverband hat dies ebenso gesehen, nur leider ist das Innenministerium dieser Anregung nicht gefolgt. Bleibt also nur zu hoffen, dass bei der nächsten Novellierung der VwV Z-Feu dieser Fördertatbestand wieder mit aufgenommen wird.

Ein weiterer Punkt, für den wir uns aktuell einsetzen, auch im Landesfeuerwehrverband, ist die Förderung und Entlastung des Ehrenamtes.
Ein Baustein ist hier Bürokratieabbau, der insbesondere für die Feuerwehrführung relevant ist. Der stellvertretende Vorsitzende Martin Engler hat hierzu in letzter Zeit an zwei Gesprächen in Stuttgart, u. a. mit dem Landesbranddirektor und Vertretern des Normenkontrollrates, teilgenommen. Hoffen wir, dass bei diesem Prozess auch Ergebnisse erzielt werden.

Ein weiterer Baustein zur Entlastung des Ehrenamtes und zur Kosteneinsparung bei den Gemeinden ist die in der neuen Z-Feu verankerte Möglichkeit der gemeinsamen Fahrzeugbeschaffung über das Land. Diese wird dieses Jahr zum ersten Mal mit der Sammelbeschaffung von LF 10 Löschfahrzeugen durchgeführt.

Nach Meinung des Vorsitzenden ist dies eine gute Sache. Wie viel Euro die Gemeinden am Ende dabei sparen, wird sich zwar erst noch herausstellen, es gibt aber eine erhöhte Förderung und in jedem Fall entfällt ein enormer Verwaltungsaufwand bei den Rathäusern und natürlich bei den Feuerwehrführungen, wenn nicht mehr jeder selbst ein entsprechendes Leistungsverzeichnis zusammenstellen und eine europaweite Ausschreibung durchführen muss.

Der KFV ermutigt die Feuerwehren, hier mitzumachen. Wir dürften uns nicht nur immer darüber beklagen, wie aufwendig heutzutage alles im Ehrenamt ist, sondern müssen dann auch bereit sein, die Angebote zu nutzen, die uns das Leben leichter machen und die am Ende auch noch Steuergeld sparen. Und ob jetzt am Ende auf dem LF 10 die Beladung etwas anders platziert ist, wie man es vielleicht selbst geplant hätte oder ob 2.000 l Wasser oder nur 1.800 l Wasser dabei sind, dürfte bei den wenigsten Einsätzen entscheidend sein.

Fachbereiche (ehem. Arbeitskreise)

Der KFV besteht außerdem aus den Fachbereichen, den ehem. Arbeitskreisen.
Dies sind
  • Brandschutzerziehung und -aufklärung
  • Ehrenabteilungen
  • Feuerwehr-Frauen
  • Feuerwehr-Musik
  • Öffentlichkeitsarbeit und
  • Sport

Fachbereich Brandschutzerziehung und -aufklärung

Der Fachbereich Brandschutzerziehung und -aufklärung besteht aus sechs Mitgliedern unter Leitung von Christoph Fuß.
Diese haben sich 2024 zu drei Sitzungen getroffen und die Beladung des Brandschutzanhängers überarbeitet.
Außerdem befindet sich ein Workshop zur Brandschutzerziehung in Vorbereitung, der 15. November in Titisee-Neustadt stattfinden soll.
Ein Handout zur Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen ist ebenfalls im Entstehen.
Zwei Mitglieder des Fachbereichs wirken zudem im entsprechenden Fachausschuss Brandschutzerziehung des Landesfeuerwehrverbandes mit.

Fachbereich Ehrenabteilungen

Die Ehren- bzw. Altersabteilungen im KFV wurden bis 2023 durch Obmann Helmut Kanzinger vertreten. Seither ist dieser Fachbereich vakant.
Wir sind derzeit auf der Suche nach entsprechenden Nachfolgern, optimaler Weise aus jedem Unterstützungsbereich mind. eine Person. Leider sind die Interessensbekundungen bisher noch sehr überschaubar. Ich bitte daher insbesondere die Kommandanten, geeignete Personen anzusprechen. Es wäre schade, wenn die Ehrenabteilungen im KFV keine Stimme mehr hätten und wenn die regelmäßigen Veranstaltungen für die Alterskameraden nicht mehr stattfinden können.

Fachbereich Feuerwehrfrauen

2023 hat sich der Fachbereich Feuerwehr-Frauen neu gegründet. Der Fachbereich besteht derzeit aus neun Frauen und wird geleitet von Antonia Hoch.
Der Fachbereich traf sich im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen. Die Frauen planen aktuell einen Ausbildungs- und Vernetzungstag auf der füba, und zwar am 11. Oktober.

Fachbereich Feuerwehrmusik

Der Fachbereich Feuerwehr-Musik wird geleitet von Kreisstabführer Martin Bertrandt.
Feuerwehr-Spielmanns- bzw. Musikzüge gibt es noch bei den Feuerwehren Neuenburg, Ehrenkirchen und Kirchzarten. Diese hatten 2024 insgesamt 34 Auftritte.
Der Jugendflötenchor des Spielmannszugs der FW Neuenburg nahm bei einem Wertungsspiel des Markgräfler Musikverbandes teil und bekam dort die Noten 1,75 und 2.
Die Feuerwehrkapelle Ehrenstetten nahm vergangenes Jahr am Amateurmusikfonds vom Bundesmusikverband Chor & Orchester teil. Damit war ein Imagefilm und ein Fotoshooting verbunden zur Nachwuchswerbung, was ein voller Erfolg war.

Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

Der Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit wird von Vorstandsmitglied Marco Morath geleitet. Er und Patrick Gutmann sind intensiv mit der Erstellung der neuen Homepage beschäftigt. Diese soll im April online gehen. In den nächsten Tagen werden die letzten Inhalte eingepflegt und durch die beauftrage Firma die technischen Einstellungen fertiggestellt.
Des Weiteren wird ein Instagram-Kanal des KFV online gehen.

Der Fachbereich sucht für die Betreuung dieser Medien weiterhin Verstärkung.
Hier also die Bitte, wenn es Kameradinnen oder Kameraden gibt, die interessiert sind, in einem Teilbereich der Öffentlichkeitsarbeit auf Kreisebene mitzuwirken, bitte ansprechen.

Fachbereich Feuerwehrsport

Der Fachbereich Sport wird geleitet von Ralf Grommek.
2024 konnten, relativ kurzfristig, erstmals wieder die Kreisfeuerwehr­meisterschaften im 10-km-Lauf stattfinden, dieses Mal im Rahmen des Mittsommerlaufs in Heitersheim.
16 Kameradinnen und Kameraden aus sieben Feuerwehren aus dem Landkreis nahmen daran teil.
Auch 2024 konnten wieder Angehörige der Feuerwehren das Deutsche Sportabzeichen und das Deutsche Feuerwehr-Fitnessabzeichen ablegen.

Für die Abnahme des Fitnessabzeichens stehen mittlerweile auch Hallenkapazitäten zur Verfügung.
Wer also Interesse an der Absolvierung dieser Abzeichen hat, oder auch im Fachbereich Sport mitwirken möchte, darf sich gerne bei Ralf Grommek melden.

Feuerwehrverwaltungssoftware „MP-FEUER“

Ein weiterer Schwerpunkt des KFV, allerdings im Hintergrund, ist die Bereitstellung der Feuerwehr­verwaltungssoftware „MP-FEUER“.
Im Berichtsjahr 2024 konnte diese ihr „10-jähriges“ feiern.
2014 wurde die Software vom KFV zentral beschafft und seit dem interessierten Mitgliedsfeuerwehren bzw. Gemeinden gegen Selbstkostenpreis zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Insbesondere für kleinere und mittlere Gemeinden stellt die Nutzung über den Verband eine kostengünstige Alternative im Vergleich zum Direktbezug vom Softwarehersteller dar.
Begonnen wurde 2014 mit 17 Feuerwehren. In den Folgejahren kamen jedes Jahr weitere dazu, so dass 2023 bereits 34 Feuerwehren dieses Dienstleistungsangebot nutzten.

2024 kam die Feuerwehr Gundelfingen dazu. Leider verließen 2024 erstmals auch zwei Feuerwehren diesen Verbund, um im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit in der Gerätewartung die Software der größeren Nachbarkommune zu nutzen. Somit nutzen aktuell 33 Feuerwehren MP-Feuer über den KFV. In diesen 33 Feuerwehren gibt es insgesamt rd. 480 Personen, die Nutzungsberechtigt sind und darin arbeiten.
Einige Feuerwehren im LK nutzen MP-Feuer noch autark bzw. über den Feuerwehrzweckverband Südlicher Breisgau, so dass somit eine fast flächendeckende MP-Feuer-Nutzung im Landkreis besteht.

Im Berichtsjahr wurde durch die beiden Administratoren die MP-Feuer-Version 2024 erfolgreich eingesetzt.

Als neue Dienstleistung wurde für zehn interessierte Feuerwehren der „Digitale Feuerwehr-Dienstausweis“ eingeführt (siehe Bild), der dann auf dem Smartphone hinterlegt ist und dadurch einfacher zu verwalten ist und aktueller gehalten werden kann wie die Scheckkarten-Version.
Dieses Angebot steht im Übrigen auch Feuerwehren zur Verfügung, die nicht MP-FEUER des KFV nutzen. Aktuell sind 750 Ausweise zur Nutzung durch die beteiligten Feuerwehren gebucht.

Mittlerweile nutzen auch 17 Feuerwehren die MP-FEUER-Personal-App. Damit können gezielt Informationen über Lehrgänge, Übungen, Untersuchungstermine und sonstige Nachrichten an die Mitglieder per Push-Nachricht auf das Handy verschickt werden.
2020 wurde das erste Info-Terminal projektiert. Dieses nutzen mittlerweile 6 Feuerwehren. Damit kann u. a. per Chip die Anwesenheit bei Übungen und Einsätzen digital erfasst werden.

Außerdem nutzen drei Feuerwehren das noch relativ neue Fieldbook. Das ist die MP-FEUER-APP auf einem mobilen Endgerät für Geräteverwaltung.
Des Weiten wurden von den beiden Administratoren 2024 wieder mehrere Präsenz-Schulungstermine angeboten.

Immer noch in Arbeit ist das Schnittstellen-Projekt mit der ILS, damit Einsatzdaten künftig direkt vom Einsatzleitsystem in MP-Feuer überspielt werden können. Damit wird dann eine manuelle Einsatzdatenerfassung bei den Feuerwehren überflüssig.
Hier gibt es aber endlich Licht am Ende des Tunnels. Diese Woche fand ein erfolgreicher Test der Schnittstelle statt, sodass diese vermutlich im zweiten Quartal an den Start gehen kann. Diese Schnittstelle kommt dann allen MP-Feuer-Nutzern im Landkreis zugute, nicht nur denen, die MP-Feuer über den KFV beziehen.
Dass sich dieses Projekt so lange hinzog, lag aber ausdrücklich nicht an unseren Administratoren oder den Verantwortlichen bei der ILS, im Gegenteil, sondern bei den externen Dienstleistern. Offensichtich war es technisch komplexer wie ursprünglich gedacht. An dieser Stelle daher ein ausdrückliches Dankeschön an MP-Feuer Administrator Martin Ziegler sowie Felix Reiser und Markus Metzler von der Leitstelle!

Weiter ist geplant, die Schnittstelle zwischen dem "Veranstaltungsportal MP-FEUER" des Landratsamtes für die Lehrgangsverwaltung und MP-FEUER weiter auszubauen, um Lehrgangsdaten automatisiert übertragen zu können.
Dieses aufwändige MP-Feuer-Dienstleistungsangebot des Verbandes ist ein absolutes Erfolgsmodel. Der KFV Emmendingen hat es zwischenzeitlich auch übernommen und eingeführt.

Möglich ist dieses Angebot über KFV seit nun über 10 Jahren jedoch nur auf Grund der umfangreichen ehrenamtlichen und hoch professionellen Arbeit der beiden Administratoren Alexander Brinkmann aus Staufen und Martin Ziegler aus March. Beide haben das Projekt damals 2014 aufgebaut und führen es seitdem so erfolgreich fort.
Den beiden gilt daher einmal mehr unser allerherzlichster Dank für dieses große Engagement im Hintergrund!

Statistik 2024

Darzustellen sind in der Folge noch die wesentlichen statistischen Zahlen des vergangenen Jahres.

Die Zahl der Mitglieder in den Einsatzabteilungen im Landkreis liegt weiter über der Marke von 4.000 Aktiven. Nach einer Rekordzahl von 4.040 in 2023 waren es zum 31.12.2024 4.003 Kameradinnen und Kameraden in den 103 Einsatzabteilungen der 49 Gemeindefeuerwehren und der WF Freudenberg.
Die Mitgliederzahlen sind damit weiterhin erfreulicherweise sehr konstant – trotz demografischem Wandel und sich wandelndem Freizeitverhalten.
Dies ist nicht zuletzt auf die inzwischen flächendeckende und gute Jugendarbeit zurückzuführen.

In ganz Baden-Württemberg gibt es im Übrigen rund 115.000 aktive Feuerwehrangehörige.

Auch die Anzahl der aktiven Frauen ist weiter gestiegen, von 248 in 2023 auf 276 in 2024. Das entspricht einem Anteil von 6,9 %. Der Landesdurchschnitt lag 2023 bei 7,6 %.

Die Anzahl der Alterskameradinnen und -kameraden beträgt im Übrigen 1.206, 2023 waren es noch 1.166.

Weiter rückläufig ist leider die Anzahl der Feuerwehrmusikerinnen und ‑musiker. Hier waren es vergangenes Jahr noch 70, im Vergleich zu 73 in 2023 und 78 in 2022.

Bei den Einsatzzahlen gab es 2024 einen Rückgang auf 3.125 Einsätze im Vergleich zur Rekordzahl von 4.088 Einsätzen in 2023. Dies hängt insbesondere damit zusammen, dass es 2024 glücklicherweise keine ganz großen flächendeckenden Unwetter gab. Die 3.125 Einsätze spiegeln im mehrjährigen Vergleich trotzdem das stetig steigende Einsatzaufkommen für die Feuerwehren wieder - leider hierbei auch immer mehr Bagatell- und Fehleinsätze.

Von den 3.125 Einsätzen waren 503 Brandeinsätze und 1.457 Technische-Hilfeleistungs-Einsätze. Damit pendeln sich die TH-Einsätze wieder auf dem Niveau der Jahre 2022 und davor ein.

Hinzu kamen dann noch 543 sonstige Einsätze und 622 Fehlalarme. Die Fehlalarme stiegen hierbei deutlich, 2023 war es nur 509.

Für die Bewältigung dieses enormen Einsatzpensums gilt an dieser Stelle der ausdrückliche Dank allen Kameradinnen und Kameraden!

Bericht der Kreisjugendleiterin Corinna Nopper

Bericht der Kreisjugendleiterin Corinna Nopper
Corinna Nopper (Kreisjugendleiterin)-Der Bericht wird noch bereitgestellt-

Bericht des Fachbereichs Brand- und Katastrophenschutz (LRA)

Johannes MoserJohannes Moser vom Fachbereich Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald berichtete über den Umfang des Bevölkerungsschutzes auf verschiedenen Ebenen im Regierungsbezirk und auf Landkreisebene. Die Feuerwehren stellen hierbei einen Teil des Konzepts dar, jedoch gibt es darüber hinaus noch zahlreiche weitere Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die parallel bestehen. Diese Gesamtkonzeption aller Zweige im Schutzsystem ergibt dann den Bevölkerungsschutz, wie man ihn wahrnimmt. Zu den weiteren Bereichen zählen die von den Städten und Gemeinden einzurichtenden Notfalltreffpunkte, die eine besondere Relevanz beim Ausfall systemkritischer Infrastrukturelemente wie etwa der Stromversorgung oder der Wärmeversorgung erhalten. Zur Bewältigung dieser Aufgaben durch die Kommunen wurden Ausstattungssets erstellt, die alle Kommunen im Landkreis erhalten haben.

Ein weiteres wichtiges Element ist auch die Selbsthilfefähigkeit der Bürgerinnen und Bürger. Hierzu gibt es ein Landeskonzept. Dies ist auch für die Feuerwehren relevant, falls Schulen oder Kindergärten auf die Feuerwehren bzw. BOS im Allgemeinen zugehen, um das Thema zu erörtern.

Des weiteren stellte Johannes Moser in seinem Vortrag die neuen Fahrzeuge des Bevölkerungsschutzes vor, die – der Corporate Identity des BBK folgend – weiß mit orangen und blauen Elementen sind. Sie heben sich daher vom Erscheinungsbild der Feuerwehren oder den Rettungsdiensten ab. Diese Fahrzeuge werden vorwiegend für medizinische und analytische Taskforces verwendet.

Ehrungen

Martin Ziegler | Alexander Brinkmann | Christoph Zachow | Ralf-Jörg HolochFür die langjährige Tätigkeit im Bereich des Projekts „MP-FEUER“ wurden die beiden Administratoren
  • Alexander Brinkmann und
  • Martin Ziegler
mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze des Deutschen Feuerwehrverbandes geehrt.

Der scheidende Stadtdirektor der Feuerwehr Freiburg, Herr Ralf-Jörg Holoch, wurde für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen, insbesondere aber für sein beständiges Engagement um die Zusammenarbeit der Feuerwehr Freiburg und der Feuerwehren des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald vom Kreisfeuerwehrverband mit der Ehrennadel in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

An dieser Stelle verweisen wir auf den ausführlichen Beitrag zu den genannten Erhungen.

Grußworte

Dr. Ante (Landrat)

Dr. Ante (Landrat)In seinem Grußwort ging Landrat Dr. Ante auf die schnelllebige Zeit und damit einhergehende schnelle Änderungen ein. Angesichts wachsender Anforderungen auch finanzieller Art, stellte er fest, dass die Forderung nach einem allgemeinen Mindestlohn von 15 € angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage in zahlreichen Bereichen der deutschen Wirtschaft nicht der richtige Ansatz sei.

Mit Blick auf die Entwicklungen in der Welt, geprägt von zunehmender Destabilisierung, stellte Herr Dr. Ante fest, dass ein verpflichtendes Dienstjahr in der Bundeswehr wünschenswert und für die Weiterentwicklung der Bundeswehr sinnvoll wäre.

Hinsichtlich der an alle Beteiligten im Bevölkerungsschutz gestellten Aufgaben betonte Herr Dr. Ante, dass die Feuerwehren zeigten, dass die gestellten Aufgaben bewältigt werden könnten. Die Zusammenlegung von Abteilungen oder gar Feuerwehren sei ein Aspekt zur Fortentwicklung und Kosteneinsparung für Kommunen.

Mit Blick auf die BOS stellte Herr Dr. Ante fest, dass die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, in der Bevölkerung sinke. Der Staat habe mit seinen Maßnahmen einen Beitrag dazu geleistet, dass sich ein gewisses Selbstverständnis entwickeln konnte. Bürgerpflichten müssten wieder stärker in den Fokus gerückt werden. Zum einen hinsichtlich der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung, aber auch hinsichtlich der Einsicht, dass nicht alles selbstverständlich sei. Das Bewusstsein für ehrenamtliche Tätigkeiten müsse gefördert werden, so Dr. Ante.

Die Ehrenamtskarte, mit der eine Anerkennung der Leistungen ehrenamtlich tätiger Personen gewürdigt werden sollte, wurde aufgrund deutlicher Mängel abgelehnt. So sei das System nicht ausfinanziert gewesen. Es bediene sich in der derzeitigen Form an fremden Kassen und sei überdies ein bürokratisches Monster.

Schließlich stellte Herr Dr. Ante fest, dass es Veränderungen immer wieder geben werde. Es müssten nur die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Herr Dr. Ante bedankte sich bei allen Anwesenden für den Einsatz im Ehrenamt für Bürgerinnen und Bürger.

Robin Förster (Stv. Vorsitzender Landesfeuerwehrverband BW)

Robin Förster (LFV)Robin Förster stellte im Rahmen seines Grußworts fest, dass die füba ein Erfolgsmodell sei, um das zahlreiche Kreise und Kommunen den Landkreis und die Stadt beneiden.

Der Kreisfeuerwehrverband vertrete die Interessen der Feuerwehren im Landesfeuerwehrverband in den jeweiligen Gremien hervorragend und leiste daher einen guten Beitrag auf Landesebene.

Der Landesfeuerwehrverband setzt sich aktuell dafür ein, dass die Altersgrenze für die aktive Tätigkeit in den Feuerwehren von derzeit 65 Jahren auf 67 Jahren angehoben und damit der Regelaltersgrenze in der Rentenversicherung angeglichen wird.

Durch Bürokratieabbau kann das Ehrenamt attraktiver gemacht werden. Auch dafür setzt sich der LFV aktuell ein.

Die gemeinsame Bestellung von Fahrzeugen des Typs LF 10 sei mit insgesamt 69 Bestellungen im Land Baden-Württemberg erfolgreich verlaufen.

Christoph Glaisner (Bezirksbrandmeister)

Christoph Glaisner (Bezirksbrandmeister)Der Bezirksbrandmeister ging in seinem Grußwort auf einige aktuelle Themen rund um das Feuerwehrwesen ein. Ein Lehrgang CBRN-Erkunder wurde durchgeführt. Die Posten sind besetzt. Aufgrund der guten Erkenntnisse werde das Seminar wiederholt.

Das Feuerwehrgesetz wurde neu gefasst, jedoch nur zur Umsetzung der EU-Vorgabe für den barrierefreien Notruf. Eine generelle Novellierung des Feuerwehrgesetzes stehe noch aus und werde nun angegangen. Die Ausschreibung läuft. Als Ende der Rückmeldefrist wurde der 31.07.2025 genannt.
Über die üblichen Tätigkeiten hinaus wird noch Gremienarbeit in den Landesfachausschüssen geleistet. Hier unter anderem in den Ausschüssen für Ausbildung, Einsatz, Technik und Informations- und Kommunikationstechnik.

Aktuell erfahren die Hinweise zur Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr eine Überarbeitung. Es werden diverse Themenstellungen diskutiert.

Auch die kreisübergreifende Hilfeleistung war ein Thema. Diese wird weiter fortentwickelt. Konzepte überarbeitet sowie Übungen abgehalten. In 2024 wurden zwei Übungen durchgeführt. Am 27. März hat eine Online-Fortbildung zum Thema stattgefunden. Am 7. Mai wird es eine Präsenzveranstaltung für Führungsstufe C geben.

Die Richtlinien für die Leistungsabzeichen wurden neu gefasst. Die Abläufe sind jedoch unverändert. Die Neufassung war lediglich wegen Ablauf der alten VwV nötig. Aktuell werden jedoch Modernisierungen an den Leistungsprüfungen auf Landesebene in Arbeitsgruppen geprüft.

Insgesamt gibt es im Regierungsbezirk 780 Einsatzabteilungen mit 27.532 aktiven Feuerwehrangehörigen. Darunter sind rund 14.000 Atemschutzgeräteträger, 4.500 Gruppenführer, 2.500 Zugführer. Zusammen haben sie 27.600 Einsätze bewältigt und dabei 3.701 Menschenleben gerettet.

Hinsichtlich des Themas Waldbrandbekämpfung stellte Christoph Glaisner fest, dass Baden-Württemberg kein Waldbrandland sei. Aufgrund anderer Waldstrukturen als in anderen Ländern und auch der anderen Aufstellung der BOS sei mit Zuständen wie in anderen Ländern der Erde nicht zu rechnen. Maßgeblich dafür sind auch aufbauende Konzepte in Behörden auf Feuerwehr- und Forstebene.

Hinsichtlich der Zuwendungsvorschrift VwV Z-Feu wies der Bezirksbrandmeister darauf hin, dass aktuell eine Evaluierung der Vorschrift läuft. Änderungsanforderungen können über den jeweiligen Dienstweg gemeldet werden.

Im Jahr 2024 wurden 1,6 Mio. Euro Zuschüsse bewilligt werden. Die Förderquote lag bei fast 100 %. In 2025 gibt es bereits ein hohes Antragsvolumen. Aufgrund dessen wird nicht alles zu bewilligen sein, was beantragt wurde. Die Zuschüsse für die gemeinsamen Fahrzeugbestellungen gehen vorab vom Fördertopf weg (garantierte Zuschüsse).

Bruno Schmidt (Stv. Verbandsvorsitzender KFV Lörrach)

Bruno Schmidt (KFV Lörrach)Der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Lörrach mahnte in seinem Grußwort vor den steigenden Belastungen der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen und forderte eine Entlastung vornehmlich durch Bürokratieabbau.

Gleichzeitig dankte er für die gute Zusammenarbeit unter den Verbänden.

Willi Waldmann (Christliche Feuerwehrvereinigung e. V.)

Willi Waldmann (Christliche Feuerwehrvereinigung e. V.)Willi Waldmann stellte die Arbeit der Christlichen Feuerwehrvereinigung vor. Seit nunmehr fünf Jahren beteiligt er sich mit einem Stand an der jährlich stattfindenden Ausstellung im Vorfeld der Versammlung.
 
Versammlung in der SchluchseehalleFachausstellung im Foyer der HalleHochwasserrettungsboote und die Drohnengruppe vor der HalleTeleskoplader auf einem Abrollbehälter (füba)Wechsellader und Abrollbehälter Teleskoplader (füba)TSF-W (Feuerwehr Schluchsee Abt. Blasiwald)TLF 4000 (March)Wechsellader und Abrollbehälter Sonderlöschmittel (Heitersheim)Wechsellader und Abrollbehälter Gefahrgut (Müllheim)

Pressespiegel

 
29.03.2025 MM