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Vogtsburg im Kaiserstuhl

Die Kreiskommune Vogtsburg ist eine Kleinstadt im Kaiserstuhl gelegen, der selbst wiederum inmitten der oberrheinischen Tiefebene liegt, mit dem Rhein als westliche Grenze. Das Stadtgebiet bildet den äußersten Nordwesten des Landkreises. Die aus der Gemeindereform der 1970-er-Jahre hervorgegangene Stadt ist durch den Gemeindezusammenschluss der folgenden sieben Kaiserstuhlgemeinden entstanden: Achkarren, Bickensohl, Bischoffingen, Burkheim, Oberbergen mit dem Weiler Altvogtsburg, Oberrotweil mit dem Weiler Niederrotweil und Schelingen. Mit 1.340 Hektar Rebfläche ist Vogtsburg die flächengrößte weinbaubetreibende Gemeinde in Baden-Württemberg. Die bis zu 30 Meter dicken Löss-Schichten am Kaiserstuhl bilden ein auffälliges geologisches Merkmal der Stadt und sind neben dem Klima mitverantwortlich für die hohe Fruchtbarkeit der Gegend. Das beherrschende Element der Stadt ist der Weinbau. Die große Rebfläche und die zahlreichen Weingüter sprechen eine klare Sprache. Hanglagen ab etwa 300 Metern Höhe sind bewaldet und in der flachen Ebene findet sich vorwiegend Obstanbau. Ansonsten dominieren im Stadtgebiet ausschließlich Rebflächen. Die vergleichsweise geringe Meereshöhe und die geschützte Lage durch die Vogesen und den Schwarzwald fördern das nahezu mediterrane Mikro-Klima im Kaiserstuhl. Die Gemarkung reicht bis auf den höchsten Punkt des Kaiserstuhls hinauf: Dem 557 Meter hohen Totenkopf, auf dem sich seit 1987 auf Gemarkung Vogtsburg der 151 Meter hohe Fernmeldeturm „Vogtsburg 1“ befindet.
Burkheim ist der Ort, dem die Gesamtgemeinde das Stadtrecht verdankt und der als einziger Ortsteil der Stadt komplett in der Rheinebene, direkt am Rhein, liegt. Der dortige Rheinwald ist naturbelassen mit zahlreichen Altrheinarmen. Die kleine Altstadt von Burkheim, mit eigenem Stadttor, besteht im Wesentlichen aus der Bebauung einer einzigen gepflasterten Straße sowie einigen Seiten-Gassen und hat sich den mittelalterlichen Charme erhalten. Als Abschluss des Städtchens steht auf dem Bergsporn die Burgruine Burkheim, das „Schwendi-Schloss“, direkt unterhalb dessen vor der Rheinbegradigung noch das ursprüngliche Rheinbett verlief.
Von 1985 bis 2012 fand in Vogtsburg stets die Schlussetappe (Königsetappe) der „REGIO-TOUR“ statt. Diese war eine der größten Radportwettbewerbe in Deutschland. Mit dem „AMEOS KLINIKUM KAISERSTUHL“ existiert in Vogtsburg ein Klinikum für akute und chronische internistische Erkrankungen.
Der Tourismus spielt eine wichtige, wenn auch nicht dominierende Rolle in der Stadt. Trotzdem genießt Vogtsburg einen hervorragenden Ruf als Naherholungsziel. Eine Reihe von Gastronomiebetrieben, darunter sogar ein hoch dekoriertes Sterne-Restaurant, sind auf hungrige Gäste eingestellt. Im größten Ort Oberrotweil existiert ein kleines Freibad, bei Burkheim der dortige Baggersee, aus dem noch aktiv Kies gefördert wird und in dem punktuell das Baden erlaubt ist. Außerdem gibt es zwischen Altvogtsburg und Oberbergen das „Badloch“, eine am Badberg gelegene Badestelle mit kleinem Becken, die sich aus Quellwasser speist.
Durch Vogtsburg verlaufen als überörtliche Verkehrswege, der Rhein als Bundeswasserstraße, die Landesstraßen L 104, L 115 sowie die Trasse der Kaiserstuhlbahn. Vogtsburg besitzt zwar keinen Rheinhafen, dennoch gibt es eine Anlegestelle für Binnenschiffe zum Umschlagen von Kies, sowie einen Anleger für Boote.
Vogtsburg ist die Heimatgemeinde des langjährigen Kreisbrandmeisters (KBM) und Verbands­vorsitzenden (VV) des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) Alfred Burghart (KBM und KFV-VV von 1960 bis 1985.
Einwohner:6.300
Fläche:37,36 km²
Höhenlage:218 m
Ortsteile:7
Gemeinde-Website:www.vogtsburg.de
Die Feuerwehr Vogtsburg im Überblick:
Gründung:18601868
Einsatzabteilungen:Vogtsburg (zusammengefasst seit 2025)
Feuerwehr-Website:www.feuerwehr-vogtsburg.de