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Staufen im Breisgau

Die Kleinstadt Staufen befindet sich ca. 15 Kilometer südwestlich von Freiburg und damit im südlichen Teil des Landkreises. Die Stadt liegt am Fuße des Schwarzwalds, direkt am Ausgang des Münstertals in die Rheinebene und bildet, zusammen mit Bad Krozingen, eines der Mittelzentren des Landkreises. Staufen liegt auf der Grenze zweier Natur- und Wirtschaftsräume; zum einen der Rheinebene bzw. der Vorbergzone mit dem Anbau von Getreide, Wein und Obst, zum anderen dem durch Viehhaltung und Forstwirtschaft und in früheren Zeiten durch Bergbau geprägten Schwarzwald, wo sich das Stadtgebiet auf bis zu 825 Metern erhebt. Die Stadt selbst wird vom Fluss Neumagen durchflossen. Staufen bildet die Südgrenze des Breisgaus zum Markgräflerland hin. Zur Stadt, mit den ehemals selbstständigen Gemeinden Grunern und Wettelbrunn, welche heute als Ortsteile anzusprechen sind, gehören 17 weitere Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser. Die Ortsteile Grunern und Wettelbrunn sind vor allem als Weindörfer regional bekannt.
Hoch über der Stadt, auf dem 375 Meter hohen Schlossberg, thront die weithin sichtbare Burgruine Staufen, welche um das Jahr 1100 von den Herren von Staufen erbaut und im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Weitere Zerstörungen erlebte Staufen noch bis in die jüngere Vergangenheit und der Gegenwart: Zum einen am Ende des Zweiten Weltkriegs, durch einen alliierten Luftangriff im Februar 1945, bei dem in der Innenstadt 50 Gebäude zerstört und 250 beschädigt wurden; zum anderen aufgrund der großen Riss-Schäden durch die Geothermie-Bohrungen aus dem Jahr 2007. Sie führten zur Hebung der ganzen Altstadt, wodurch Staufen traurige Berühmtheit erlangte. Bis 2012 konnte die Hebung von monatlich einem Zentimeter auf drei Millimeter reduziert werden.
Die Stadt ist Standort des gleichnamigen Amtsgerichts, sowie des „Faust-Gymnasiums“ – benannt nach dem sagenumwobenen Wunderheiler und Alchemist Johann Georg Faust, der in der Renaissance in Staufen gewirkt hatte. Das „Alemannenbad“, ein beheiztes Freibad, ist nach dem „Lorettobad“ in Freiburg das älteste Freibad in Baden-Württemberg. Die Gusseisenbrücke über den Neumagen in die Altstadt, im Volksmund auch „Deckerbrücke“ genannt, ist die letzte erhaltene gusseiserne Straßenbrücke in Deutschland. Das „Gasthaus zum Löwen“ wurde 1407 erstmals urkundlich erwähnt und soll das drittälteste Gasthaus Deutschlands sein. Und noch ein weiterer Superlativ: Eine etwa 300 Jahre alte Edelkastanie in der „Faust-Stadt“ gehört mit einem Stammumfang von ca. 8,60 m zu den Esskastanien mit dem größten Umfang in Deutschland.
Die bekanntesten Unternehmen der Stadt sind: „OWIS GMBH“, ein Hersteller von optischen Systemen, „IKA, JAHNKE & KUNKEL GMBH & CO. KG“, ein führender Hersteller von Laborgeräten, Analysegeräten und prozesstechnischen Maschinen, „Alfred Schladerer, Alte Schwarzwälder Hausbrennerei GmbH“, einer der führenden Anbieter von Marken-Obstbränden und „BILCARE RESEARCH GMBH“, Hersteller von Hart-PVC-Folien.
Durch das Stadtgebiet von Staufen führen die folgenden überörtlichen Verkehrswege: Die Landesstraßen L 123, L 125 und L 129, außerdem verläuft die Trasse der Münstertalbahn durch das Stadtgebiet. Von 1894 bis 1973 war jedoch bereits die Eisenbahnlinie „Bad Krozingen – Sulzburg“ in Betrieb mit Endpunkt in Sulzburg, dessen Gleise durch Staufen geführt wurden. Erst 1916 wurde noch ein Nebenast, die heutige Münstertalbahn, in Betrieb genommen. Im Jahr 1973 wurde der Bahnbetrieb nach Sulzburg jedoch stillgelegt. Bis 1996 war die Strecke nach Sulzburg im Güterverkehr noch bis nach Grunern in Betrieb.
Ganz im Westen der Gemarkung befindet sich eine ehemals militärisch genutzte Anlage, das unterirdische Tanklager des damaligen Fliegerhorsts Bremgarten. Der Luftwaffenstützpunkt konnte damals von hier aus, mittels unterirdischer Pipeline, mit Kraftstoffen versorgt werden.
Die Feuerwehr Staufen ist die zweitälteste Feuerwehr im Landkreis.
Einwohner:8.500
Fläche:23,32 km²
Höhenlage:284 m
Ortsteile:3
Gemeinde-Website:www.staufen.de
Die Feuerwehr Staufen im Überblick:
Gründung:1861
Einsatzabteilungen:Staufen, mit der „Gruppe Wettelbrunn“
Feuerwehr-Website:www.feuerwehr-staufen.de