Startseite Telefon zum Menü

Neuenburg am Rhein

Die Stadt Neuenburg ist eine Kleinstadt ganz im Süden des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, ca. 30 Kilometer südlich von Freiburg. Die Gemarkung liegt im Markgräflerland, an der Grenze zum Landkreis Lörrach, sowie auch direkt am Rhein. Die Stadt liegt etwas erhöht am rechten Ufer des Altrheins auf einer Terrasse zwischen Vogesen und Schwarzwald. Das Stadtgebiet verläuft entlang des Altrheins und liegt überwiegend auf einem Teil der Rheinebene mit dem Rheinwald sowie der Niederterrasse. Ein kleines Gebiet des Ortsteils Steinenstadt liegt als Exklave außerhalb der Gemarkung an einen Weinberg in der Vorbergzone bei Auggen. Die Stadt gliedert sich in die Stadtteile Neuenburg, Grißheim, Steinenstadt und Zienken sowie in drei weitere Siedlungen und Wohnplätze. Außerdem gehören ein paar südliche Grundstücke des Gewerbeparks Breisgau noch zur Gemarkung Neuenburg.
Neuenburg hatte als mittelalterliche Zähringerstadt sowie durch die Lage an einem wichtigen Rhein-Übergang, große Bedeutung erlangt. Die Lage am Rhein wurde der Stadt allerdings mehrmals zum Verhängnis: Durch verheerende Rhein-Hochwasser wurde die freie Reichsstadt im Mittelalter zweimal nahezu vollständig zerstört. Zwischen dem Dreißigjährigem Krieg (ab 1618) und der Eingliederung ins Großherzogtum Baden (1806) lag die Stadt mehrmals im Kriegsgebiet zwischen den Großmächten der Habsburger sowie Frankreich und wurde in dessen Folge ebenso mehrmals stark verwüstet. Das 1612 in Neuenburg errichtete Kapuzinerkloster wurde bereits 1675 auf Befehl des französischen Generals Vauban geschleift und auf Befehl König Ludwig XIV wurde Neuenburg im Jahr 1704 restlos zerstört und war über zehn Jahre lang völlig unbewohnt. Aufgrund dieser wiederkehrenden Zerstörungen, gibt es in Neuenburg heute praktisch kein einziges historisches Gebäude mehr – und dies obwohl die alte Zähringerstadt eine so umfassende Stadtgeschichte besitzt. Im Zweiten Weltkrieg war Neuenburg im Jahr 1940 die erste deutsche Stadt, die durch feindlichen Beschuss vollständig zerstört wurde – dies war bereits die zweite vollständige Zerstörung Neuenburgs. 1944 wurde Neuenburg Ziel von Fliegerangriffen und musste abermals große Zerstörungen über sich ergehen lassen. 1945 erfolgte schließlich noch die Sprengung der Neuenburger Rheinbrücken durch deutsche Truppen – 1939 wurden diese bereits schon einmal durch Frankreich gesprengt und bis 1941 wieder aufgebaut.
Neuenburg verfügt über rund 4.000 Arbeitsplätze. Zu den größten ansässigen Unternehmen zählen VIBRACOUSTIC, LOSAN, K & U-Bäckerei, REXAM, CONTURA (VITRA), ROMACO und RHEINMETALL. Letzterer Betrieb ist einer von fünf sogenannten „Störfallbetrieben“ im Landkreis.
Neuenburg war im Jahr 2022 Ausrichter der bisher einzigen Landesgartenschau im Landkreis.
Durch Neuenburg führen die folgenden überörtlichen Verkehrswege: Als Bundeswasserstraße der Rhein, die Bundesautobahn A5, die Bundesstraße B 378, die Landesstraße L 134 sowie die Bahnstrecke „Müllheim – Mulhouse“ mit einigen Industriegleisen im Bereich des Bahnhofs sowie im Industriegebiet. Innerhalb der städtischen Gemarkung befindet sich außerdem das „Autobahndreieck Neuenburg“, welches die A5 mit einem Neben-Ast der A5 (die ehemalige A 862) verbindet, durch den ein Anschluss an die französische A 36 besteht. Bis vor einigen Jahrzehnten verfügte Neuenburg über ein kleines Hafenbecken, in das – auch heute noch – der Klemmbach in den Rhein entwässert. Vom ehemaligen Hafen ist heute jedoch praktisch nichts mehr übriggeblieben.
Einwohner:12.500
Fläche:44,10 km²
Höhenlage:230 m
Ortsteile:4
Gemeinde-Website:www.neuenburg.de
Die Feuerwehr Neuenburg im Überblick:
Gründung:1872 (Abteilung Neuenburg)
Einsatzabteilungen:Neuenburg, Grißheim, Steinenstadt, Zienken
Feuerwehr-Website:feuerwehr-neuenburg.de